„Ich erinnere mich an die Zeit,/ als ich jung war und bedürftig,/ Schule schwänzte, Weiber jagte, sitzen blieb und/ im Viertel chillte und dann Rakim anhörte/
Rückseite seines Albums voll mit Killer Ben“ _Maino “Walk These Streets”
Die Mauern von New York sind bedeckt mit Malereien, die die Geschichte der Stadt ins Bewusstsein rufen, ihre Viertel feiern, großen und kleinen Anführern Tribut zollen. Und dann gibt es noch die Malerei an der Kreuzung der Vanderbilt und Myrtle Avenue, die Benjamin O’Garro huldigt, einer kontroversen Figur, die immer noch von einigen in Fort Greene geliebt wird, auch wenn er die schwierige Vergangenheit des Viertels verkörpert.
Benjamin „Killer Ben“ O’Garro hat sich diesen Ruf als Drogenhändler verdient, besonders nachdem er einen Polizisten mit einer Tec 9 erschoss, einen 4-jährigen Jungen als Schutzschild in einer Schießerei benutzte und nachdem Kugeln, die für ihn bestimmt waren, seine Wohnungstür durchbohrten und statt ihn seinen drei Jahre alten Bruder umbrachten. Viele Kritiker verurteilen die Malerei aufgrund von Bens Lebensstil.
Laut Berichten von The Times und Daily News war “ Killer Ben” ein berüchtigter Dauergast im Gebäudekomplex Walt Whitman, einer der angeblich mit Drogen handelte und wegen dessen Schießereien einst ein Kind aus dem Viertel ins Koma fiel.
Im Jahr 1988 wurde er wegen versuchten Mordes verurteilt, nachdem er auf zwei Polizisten aus dem 88. Bezirk mit einer Tech-9-Pistole geschossen hatte. Während O’Garro eine Haftstrafe wegen versuchten Mordes im Hinterland absaß, wurde sein 3 Jahre alter Bruder Ben Williams getötet, als jemand – möglicherweise eine rivalisierende Drogenbande – die Wohnung von O’Garro mit einem Kugelhagel durchlöcherte. In derselben Woche im Juli 1990 wurden zwei andere Kinder bei einer Straßenschießerei getötet.
Der ältere Ben kehrte Mitte der 90er nach New York zurück, gerade als man im Viertel Fort Greene – und im Rest der Stadt – den langen Weg der Aufarbeitung begann. Aber er sollte nicht die gleiche Chance auf Wiedergutmachung haben. Am 17. August 1995 wurde er in einer Telefonzelle außerhalb der Whitman-Gebäude erschossen. Ian Frazier schrieb im vergangenen Jahr im New Yorker, dass O’Garro umgebracht worden sein könnte, weil er von einem Gefährten des Rappers Notorious B.I.G Schmuck geklaut hatte.
„Wir können ihn eigentlich nicht verurteilen“, warnt Bio Feliciano, der vor zehn Jahren zusammen mit zwei anderen Mitgliedern der Tats Cru, einer renommierten Vereinigung von Graffiti-Künstlern, das erste Gemälde von O’Garro gemalt hat. Feliciano sagt, er hat daraufhin die gewaltreiche Vergangenheit von O’Garro studiert, lehnte aber nicht ab, als O’Garros Familie die Tats Cru vergangenes Jahr um eine Restaurierung der Malerei bat. Wie die unzähligen anderen jungen Männer, die von der Tats Cru verewigt wurden, ist das Bild kein moralisches Bekenntnis, sondern eine traurige Anmerkung zu den Leben – wie makelhaft sie auch sein mögen –, die diese Stadt täglich fordert.
Familienmitglieder haben gute Erinnerungen an O’Garro und weigern sich, daran zu glauben, dass er für irgendein Blutvergießen, das bis an ihre Türschwelle kam, verantwortlich zeichnete. Seine Schwester Jamilla Martin (34) sagt, dass ihr Bruder ein „großes Herz“ hatte und oft den Robin Hood spielte, indem er Fahrräder für seine jüngeren Geschwister kaufte oder notleidenden Nachbarn half. Alles Geld, was er verdiente, kam aus der Arbeit als Manager für Musiker wie Eric B. und Rakim.
O’Garro stand nach Polizeiangaben allein an dem öffentlichen Telefon auf der Myrtle Ave. , als zwei Männer sich ihm um 23.10 Uhr näherten. Einer von ihnen zog eine .40-kalibrige halbautomatische Pistole und schoss fünfmal in den Oberkörper und das rechte Bein von O’Garro. Im Brooklyn Hospital wurde sein Tod festgestellt.
Straßenlegenden besagen, dass Benjamin „Killer Ben“ O’Garro einst einen kleinen Jungen als Schutzschild bei einer Schießerei benutzte. Die Legende von Killer Ben ging über die Straßen hinaus und fand ihren Weg in solche Lieder wie Eric Bs & Rakims „“What’s On Your Mind?” – „Der nächste Halt war eine Mine, eine vertraute Szene/ich traf meinen Freund, Killer Ben in Fort Greene. “ Und von Cormega in “Glory Days” – „Bevor meine Geschichte endet, ruhe in Frieden Killer Ben / In den Erinnerungen lebender Niggas lebst du fort. “ Und sie lebte in der Tat weiter mit der Malerei auf der Vanderbilt & Myrtle Ave …
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